01.09.2019

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18.08.2019

 

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teamB31 News Blog

Nach Autor gefiltert: Heiko Mantzsch     Alle Artikel anzeigen

Markdorfer scheinen ihre Gemarkungsgrenzen nicht zu kennen

(Hintergrundkarte, Quelle: LUBW)

 

Im Südkurier positionierte sich die Markdorfer CDU (Susanne Schwaderer) zum Thema (vom 24.06.2019; click). Dort ist man der Meinung, die Variante C1.1 würde zu 78% über die Ittendorfer Gemarkung verlaufen. Wenn man sich jedoch die Karten mal anschaut und berücksichtigt, dass diese Linie zunächst ein grober Strich in der Karte ist, wird selbst bei dieser groben Schätzung sofort klar, dass der Anteil der Variante C1.1-Straßenkilometer über Meersburg, Stetten und Immenstaad zusammen mindestens die Hälfte ausmacht.

Das also mehr als 3/4 der Straßenkilometer der Trasse über Markdorf / Ittendorf verlaufen, ist grober Unfug.

Außerdem:

  • liegen Stand Q3/2019 keine Ergebnisse zur Flächenberechnung vor
  • ist die endgültige Lage der Linie C1.1 überhaupt noch nicht definiert

Berücksichtigt man für die grobe Linie C1.1 den Kartenmaßstab, ergeben sich etwa folgende Straßenkilometeranteile pro Gemeinde:

 

Meersburg:

ca. 2,07km
  Stetten: ca. 1,85km
  Markdorf / Ittendorf: ca. 4,55km
  Immenstaad: ca. 1,80km

 

D.h., der Straßenanteil auf Markdorfer / Ittendorfer Gemarkung liegt bei nur etwa 4,55km bei einer Gesamtlänge der Variante C1.1 von etwa 10,27km. Damit beträgt der prozentuale Anteil für Markdorf / Ittendorf nur etwa 45%.

 

Die eigentliche Belastung einer Gemeinde wird erst sichtbar, wenn der Flächenaufwand der Straße gegen die Gemarkungsfläche in Beziehung gesetzt wird.

Für diese vorläufige Betrachtung daher das Straßenkilometer/Gemarkungsfläche-Verhältnis interessant. Hier ergeben sich dann in etwa folgende Anteile:

 

Meersburg:

0,17
  Stetten: 0,43
  Markdorf / Ittendorf: 0,11
  Immenstaad: 0,19

 

D.h., bezogen auf die Gemarkungsfläche wird Stetten den höchsten Flächenanteil für die Variante B31neu C1.1 einbringen müssen.

Sehr ähnliche Verhältnisse werden sich auch für die anderen Varianten: A, B und A/B ergeben. Details folgen.

 

Wenn daher jemand eine gerechte Lastenverteilung fordern darf, dann sind es die Stettener!

Erinnerung

ein Erinnerungsfoto: Stetten Sommer 2019 - ohne eine Südtrasse für die B31neu

 

 

Tiefensondierungen und Probebohrungen

Um Stetten herum finden derzeit Tiefensondierungen und Probebohrungen statt, um die geologische Bodenbeschaffenheit für die Baumaßnahmen zu prüfen. Die Bohrtiefe für das zu untersuchende Material beträgt zwischen 15 - 35m.

Ein Blick in die Container zeigte, dass südlich von Stetten der Boden sehr lehmig aussah. Warten wir die geologischen Ergebnisse ab.

 

Petition Ja/Nein

Macht eine Petition Sinn, um möglicherweise bereits im Vorfeld einen Korridor auszuschließen oder die Ausbauqualität zu beeinflussen?

Nein, dafür gibt es einige gute Beispiele:

Petition 66741: Streichung des vierstreifigen Ausbaus der B 12 zwischen Buchloe und Kempten aus dem BVWP 2030 vom 15.07.2016     abgelehnt (Begründung)
Petition 67974: Kein Bau der Südvariante der Bundesstraße 29 über den Naturraum Härtsfeld vom 11.10.2016     abgelehnt (Begründung)
Petition 65191: Aufnahme des vierstreifigen Ausbaus der B 12 zwischen AS Jengen und Kempten in den vordringlichen Bedarf des BVWP 2030 vom 17.04.2016    

Anliegen teilweise bereits umgesetzt

(Begründung)

   

Umgekehrt geben jedoch die Begründungen Hoffnung, dass die Planung streng nach Planungsprozess und Vorgaben abläuft und Störfeuer hinsichtlich der Ausbauqualität verpufft.

"Mobilitätswende statt Autobahn"

Liebe Befürworter des Ausbaus.

natürlich wünschen wir Stettener uns auch eine Mobilitätswende. Nur bedenken sie liebe Ausbaufreunde: niemand garantiert ihnen diese Transformation im Verkehr und eine Aussage zu einem Zeithorizont gibt es auch nicht.

Fest steht: Der heutige bestehende Verkehr (das zeigen uns die Verkehrsuntersuchungen) ist bereits zu viel und wir Stettener haben den Lärm und Dreck schlichtweg satt.

Was sagen sie uns in Stetten denn, wenn die B31 nur geringfügig modifiziert wird (nur partielle 3-Spurigkeit) und die Mobilitätswende ausbleibt: "Entschuldigung liebe Stettener, war diesmal nichts. Beim nächsten Mal klappts bestimmt. Bis dahin ist es ja auch nicht weiter schlimm."

Es tut mir leid, aber zig-tausende LKW in 24h durch Stetten haben für uns überhaupt keinen Unterhaltungswert.

"Wald statt Asphalt"

Man könnte unterstellen, dass die Befürworter eines Ausbaus meinen, die Nordvarianten würde große Waldflächen auf fremder Gemarkung zerstören.

Beim genaueren Hinsehen stellt man jedoch fest, dass die von uns favorisierte Trasse C1.1 den Weingartenwald auf fremder Gemarkung nur tangiert und sehr geringe bis keine Waldflächen benötigt.

Schauen wir aber mal nach Stetten, wird man merken, dass Stetten auch für die Trasse C1.1 viel Fläche opfern muss - genauso wie für die A-Variante, die B-Varianten, die A/B-Variante und auch für die C-Varianten. Wenn also hier vom Opfer von Waldflächen gesprochen werden kann, dann in Stetten - aber sicher nicht in den nördlichen Gemeinden.

"Erholen statt Überholen"

Nun ja, erholen würden wir uns auch in Stetten sehr gerne. Und glauben sie, werte Freunde der Ausbaulösung: Das rücksichtslose Brettern auf der B31 und auch auf dem Gemeindeverbindungsweg findet heute schon statt und nicht erst, wenn es eine vernünftig leistungsfähige Straße als Nordumfahrung für Stetten gibt.

Wo bleiben denn die Erholungsflächen für uns in Stetten, wenn für eine südliche Trassenführung das Landschaftsschutzgebiet geopfert wird?

teamB31 bekommt Verstärkung

Wir im teamB31 haben aktive Verstärkung und Unterstützung aus Stetten bekommen. Darüber sind wir sehr dankbar und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Die erste Gelegenheit ergibt sich für die Veranstaltung in Hagnau.

teamB31 ist nun (alphabetisch):

  • Matthias Croon
  • Werner Kessler
  • Heiko Mantzsch
  • Gerhard Reichert
  • Reinhold Schamm
  • Torsten Wenz