17.11.2019

 

Karte: RP-Tübingen

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10.11.2019

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01.09.2019

Diese Rubrik bietet dem Interessierten eine Übersicht der Kommunikation von uns in der Öffentlichkeitsarbeit.

 

Datum Korrespondenz Feedback / Status

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10.08.2019 Leserbrief an lokale Presse keine Veröffentlichung

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08.08.2019 Leserbrief an lokale Presse keine Veröffentlichung

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08.08.2019 email VM Baden Württemberg Winfried Kretschmann Antwortschreiben

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08.08.2019 email BMVI Andreas Scheuer keine Reaktion

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16.07.2019 offener Brief an die Arbeitsgemeinschaft Ausbau keine Reaktion

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16.07.2019 Schreiben MDL Martin Hahn (Antwort auf Anschreiben) keine weitere Reaktion

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10.07.2019 Anschreiben von MDL Martin Hahn --

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aktuell nichts Neues

teamB31 News Blog

„Blick in die Werkstatt“, Öffentlichkeitsinformation des Regierungspräsidiums - Eine Einschätzung

Information für Stettener und Interessierte ohne Gelegenheit der Teilnahme an den Veranstaltungsterminen

 

Am 22./23.10.2019 wurde im „Blick in die Werkstatt“ durch das RP und die Fachgutachter die weitere Entwicklung und der Planungsfortschritt zur B31neu präsentiert. Die lokale Presse hat in mehreren Artikeln darüber berichtet (siehe Presseberichte unter www.teamB31-Stetten.de). Es wurde deutlich gemacht, dass noch keine der bekannten Trassen wirklich ausgeschlossen ist, was vermuten lässt, dass für alle Trassierungen noch weitere Untersuchungen erfolgen. Es galt nach wie vor die Maxime eines ergebnisoffenen Prozesses in der Untersuchung aller relevanten Aspekte für alle Trassenkorridore. Diese Vermutung wurde durch die Aussage gestützt, dass etwa 70 % der Untersuchungsergebnisse vorliegen und ausgewertet sind. Daher sind die vergleichende Variantenbeurteilung und die Berechnung der Kosten zum Präsentationstermin nicht möglich gewesen.

 

Interessanterweise ist während der „Mobilitätskonferenz nördlicher Bodensee“, am 29.10.2019, nur 5 Tage nach der Informationsveranstaltung des RP, öffentlich sowohl vom Regierungspräsidium als auch vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg erklärt wurden, dass bereits im Dezember 2019 nur noch 2 Varianten zur Entscheidung präsentiert werden. Das wiederum lässt vermuten, dass sich aus den Ergebnissen der fortschreitenden Planung bereits viel mehr ableiten ließ, als tatsächlich der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

 

Positiv ist anzumerken, dass die Planung nach wie vor einen Neubau der B31 entsprechend der Richtlinie zur Anlage von Autobahnen (RAA) zum bestehenden Straßennetz in der Qualität RQ28 vorsieht (2-bahnig, 4-streifig). Ein Neuaufrollen der gesamten Vorplanung (seit 2015) zur weiteren Untersuchung einer 3-Spurigkeit ist derzeit nicht vorgesehen, wenngleich Berechnungen zu Verkehrsmengen und deren Auswirkung auf eine 3-Spurigkeit noch erfolgen. Damit besteht nicht das Risiko, dass sich die Realisierung der so dringend notwendigen Verkehrsachse um weitere 5 Jahre verzögert.

 

Auch diesmal gab es gleich mehrere Überraschungen:

  • Die ehemalige Vorzugsvariante 7.5 scheint nun zu einer Trassenvariante C1.1 mit höchstem Konfliktpotential mutiert zu sein. Nur die A-Variante scheint ähnlich hohes Konfliktpotential aufzuweisen.
  • Eine neue Variation mit der Bezeichnung BMVI-Variante in Immenstaad wurde gezeigt.
  • Durch eine Deponiealtlast östlich der „alten Ziegelei“ in Immenstaad, musste die nördliche Streckenführung in Immenstaad deutlich näher an die Wohnbebauung der nördlichen Siedlungsbereiche (Ruhbühl / Siedlung) herangeführt werden.
  • Das Durchschneiden des Weingartenwalds für die B-Varianten scheint weniger Konfliktpotential zu beinhalten als die nördliche C-Variante am Waldrand.

 

Stetten B31neu - alle Varianten / Darstellung & Karte: RP Tübingen

 

Nach den Veranstaltungen kann man durchaus schlußfolgern, dass leider die Nordumfahrungen Stettens (C1.1, B1.1) und gott-sei-Dank auch die sogenannte „Ausbau-Variante A“ wohl keine Realisierung finden werden.

 

Warum:

Nordvariante C1.1 (für Stetten auch gültig für B1.1)

Anhand der Ausführungen vom 22. / 23.10.2019 war erkennbar, dass die Nordumfahrung Stetten und im weiteren Verlauf die Variante C1.1 so gut wie keinen Vorteil mehr aufweist.

 

Ein sicher bedeutsames Argument ist die Verkehrszunahme der Ortsdurchfahrt Stetten B33, da dadurch das Bauziel einer Verkehrsentlastung für Stetten verfehlt wird. Anhand der Karten fällt jedoch auf, dass für eine westliche Anbindung im Bereich des Hinterberg von der B31neu auf die B31alt keinerlei Knoten mehr vorgesehen ist. Damit fehlt aber auch eine Möglichkeit zur Abnahme des Verkehrs Richtung Meersburg, Hagnau, Seeufer und Fähre. Auch im Osten Stettens gibt es eigentlich keine Anbindung zu einer Nordvariante. Mit dem Knoten im Norden zwischen B31neu und B33 wird der Verkehr durch den Ort gezwungen.

 

Der scheinbar einzige Vorteil einer signifikanten Lärmentlastung aller 3 Seegemeinden wurde eher in einen Nachteil gewendet, weil es an anderer Stelle zu „massiver“ Verlärmung, Lärmverdopplung kommen würde. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Verlärmung bzw. Lärmverdopplung jedoch auf die Basis des heutigen Lärmniveaus der betroffenen Gebiete bezogen wird und damit immer noch auf sehr niedrigem Niveau ist. Die Lärmwerte in den Seegemeinden sind trotz deutlicher Lärmentlastung immer noch höher als die zusätzliche Verlärmung anderswo. Warum das trotzdem kritisch gesehen wird, liegt an der unterschiedlichen Betrachtung der Lärmwerte für den Menschen und die Vogelwelt. Während für den Mensch in 2m Höhe der Lärm analysiert wird, muss für die Vogelwelt der Lärm in 10m Höhe betrachtet werden. Dort scheinen die Lärmwerte dann höher zu sein und die Lärmbänder reichen weiter in die Landschaft. Das wäre der Fall in den dünn besiedelten Gebieten und zwischen den Waldbereichen bei Immenstaad. Stellt sich natürlich die Frage, wie die Lärmwerte für eine Straße in Troglage (Tieferlegung) für die Umgebung und Anrainer höher als 2m aussehen.

 

Ein weiteres und starkes Argument ist die Parallelführung mit unterschiedlichem Höhenniveau von B31neu und B33 nördlich von Stetten, was scheinbar hohe artenschutzrechtliche Bedenken mit Blick auf Fledermäuse auslöst. Durch ca. 60m Bauwerksbreite durch die parallel verlaufende B31neu und B33 besteht ein hohes Kollisionsrisiko von Fledermäusen mit dem Verkehr. Querungshilfen für Fledermäuse sind aber nur unzureichend betrachtet wurden. Weitere artenschutzrechtliche Bedenken gibt es in Immenstaad aufgrund der Vorkommen der Gelbbauchunke. Auch hier fehlt die Kreativität der Planer, da eine Kombination aus C2.1 östlich von Reute und der anschließenden Rückführung auf C1.1 im weiteren Verlauf nach Immenstaad eine Möglichkeit wäre, um den vorgestellten kritischen Konflikt für die Gelbauchunke zu entschärfen. Auch mehrere Querungshilfen für Fledermäuse wären denkbar. Anfragen dazu sind bereits an die Fachgutachter adressiert wurden.

 

Ausbauvariante A

Auch diese Variante ist sehr kritisch gesehen. Diese kritische Betrachtung resultiert aus den Faktoren:

  • Finanzierbarkeit langer Einhausungen in Immenstaad,
  • zu erwartende Schwierigkeiten mit dem Baugrund (geologisch viel „loser“ Schotteruntergrund),
  • kaum Troglage realisierbar,
  • wirksamer Lärmschutz für Immenstaad mit 5m hohen Lärmschutzwall.

Dadurch summiert sich auch für diese Variante das Konfliktpotential. Darüber hinaus ist betont wurden, dass die Bundestraße auch hier ein 2-bahniger, 4-spuriger Neubau zusätzlich zur bestehenden 2-spurigen B31alt wird.

In Stetten ergibt sich ebenfalls eine etwa 60m breite Parallelführung im Süden wie für die Nordvariante, wobei die Fachgutachter deutlich klar machten, dass die B31neu in Troglage mit 300m langer Einhausung gebaut werden muss, um Lärmschutzgrenzwerte überhaupt einhalten zu können. Für die Tunnelportale müssen ebenfalls Lärmschutzmaßnahmen integriert werden, weil diese erstens: sehr nah an der Wohnbebauung liegen und zweitens ohne solche Maßnahmen Lärmgrenzwerte nicht erreichbar sind. Um die Trennung des Gemeindekerns zum Landschaftsschutzgebiet Richtung See zu vermeiden, soll auch die B31alt südlich von Stetten durch die Einhausung geführt werden. Es werden sich also südlich von Stetten ganz erhebliche Baumaßnahmen und Erdbewegungen für einen längeren Zeitraum ergeben.

 

Persönlich halte ich die Realisierung dieser A-Variante für eher unwahrscheinlich und es bleiben wohl mit höherer Wahrscheinlichkeit die B1, B2 und A/B-Varianten übrig.

 

B- und A/B-Varianten

Bleiben noch diese Varianten übrig.

Für Stetten im Süden sieht es dafür ähnlich aus wie für die A-Variante. Der Einschnitt im Hüllo wird noch untersucht. Eventuell lässt sich doch bohren (bergmännischer Tunnelbau). Hinter dem Höhenzug Hüllo wird sich genauso wie südlich von Stetten im Landschaftsschutzgebiet ein imposantes und mächtiges Straßenbauwerk ergeben. Dazu wird der Anschluss zur B33 gehören, sicherlich hohe Lärmschutzwände, ein Brückenbauwerk über den Dysenbachgraben, sowie im Süden die Einhausung von B31neu und Verlegung der B31alt auf mindestens 300m Länge, die Troglage, die großen Tunnelportale und die Parallelführung der B31alt und B31neu.

 

Leider muss die Finanzierbarkeit und Unterhalt der neuen Trasse, insbesondere mit Blick auf nötige Tunnelbauwerke und Einhausungen berücksichtigt werden. Damit wird jedoch ein Limit geschaffen, welches die Tunnellängen auf nur 300m begrenzt. Dadurch werden die nötigen Tunnelportale für die Südvarianten auch hier sehr dicht an der Wohnbebauung Stettens liegen.

 

Große Teile des Waldes direkt hinter dem Sportplatz und auch der Obstbau hinter dem Wertstoffhof in Stetten dürften wohl verschwinden. Im Süden dürfte es einen breiten Streifen im Weinbaugebiet vom Saba-Knoten bis Harlachen treffen. Ob es zwischen dem Tunnel Stetten-Süd und dem Tunnel Hüllo ebenfalls eine Überdeckung / Einhausung oder Galerie bei der B-Variante gibt, ist fraglich. Die Gutachter werden das empfehlen, aber die Notwendigkeit scheint nicht gegeben, sodass am Ende die Finanzmittel das ausschlaggebende Argument für den Bund sein werden. Interessanterweise ist die Führung der Straße für die B-Variante durch den Weingartenwald artenschutzfachlich scheinbar weniger bedenklich als für die Nordvarianten am Waldrand.

 

Ein weiterer von den Gutachtern beschriebener Vorteil der Trasse im Süden ist die höchste verkehrliche Entlastung in der Stettener Ortsdurchfahrt und die Tatsache, dass man Lärm sonst bautechnisch gut in den Griff bekommt.

 

Die A/B-Kombivariante wird im Süden Stettens ganz ähnlich aussehen.

Es würde mich daher nicht verwundern, wenn sich eine dieser Optionen (B oder A/B) für Stetten als Vorzugsvariante herauskristallisieren wird. Allerdings muss Stetten mit ganz erheblichen Baumaßnahmen und Erdbewegungen über einen recht langen Zeitraum rechnen und zurechtkommen.

In der Vergangenheit ist immer wieder mal appelliert wurden, möglichst auch kreative Lösungen zu untersuchen, die die Lage der neuen Trasse verträglich gestalten können. Diese Kreativität ist für die Nordumfahrung Stettens nicht feststellbar während für die südlich gelegenen Trassen scheinbar mehr Kreativität die Planung beeinflusst hat.

 

Stetten B31neu - C1.1 & B Variante / Darstellung & Karte: RP Tübingen

 

Ausblick:

Obwohl die Fachgutachter ihre Unabhängigkeit betonen, ist nicht auszuschließen, dass der Vorhabensträger (Bund) auch andere Entscheidungen treffen kann.

Für die nun laufende Untersuchung zur Findung der Vorzugsvariante machen die Gutachter allerdings auch klar, dass bei Auswahl einer anderen Trasse als die ermittelte Vorzugsvariante auf Basis der jetzigen Planungsgrundlagen und Planungsziele der Bund sich nicht über die fachgutachterlichen Ergebnisse hinwegsetzen kann, weil er sonst im Planfeststellungsverfahren nicht bestehen würde.

Besonderes Augenmerk gilt für die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung zur 3-Streifigkeit. Sollte daraus resultieren, die bereits definierten Bauziele der B31neu entsprechend Bundesverkehrswegeplan zu revidieren, wird das Vorplanungsverfahren ziemlich sicher nochmal neu aufgerollt mit vielen noch nicht vorhersehbaren Konsequenzen: Baurichtlinie RAL, ganz neue Trassenvarianten etc. Die verkehrliche Entlastung der Bodenseeregion wird dann mit dem Status Quo und allen resultierenden Konsequenzen für Anwohner, Verkehr und Wirtschaft um Jahre verzögert und ein drittes Planungsverfahren müsste durchgeführt werden.

Das Vorplanungsverfahren zu wiederholen und neu aufzurollen, muss verhindert werden. Man darf nicht unterschätzen, was passieren würde, wenn die theoretisch angenommenen reduzierten Verkehrsmengen dann doch keine Realität geworden sind. Dann wird eine 3-Spurigkeit durch die eingetretenen Ergebnisse obsolet und man muss die Frage stellen, ob auf Basis der alten Planung weiter gemacht wird.

Die Region benötigt aber jetzt endlich eine Entlastung und sinnvolles Verkehrsgesamtkonzept.

Die Realisierung einer Nordvariante für Stetten wird zunehmend unwahrscheinlicher. Wir laden alle Stettener und Gäste ein, uns ein Feedback zu geben, welchen Zielen wir in der weiteren Planung der B31neu folgen sollen. Gerne auch über Briefkasten, email, Telefon oder unsere Webseite.

Markdorfer scheinen ihre Gemarkungsgrenzen nicht zu kennen

(Hintergrundkarte, Quelle: LUBW)

 

Im Südkurier positionierte sich die Markdorfer CDU (Susanne Schwaderer) zum Thema (vom 24.06.2019; click). Dort ist man der Meinung, die Variante C1.1 würde zu 78% über die Ittendorfer Gemarkung verlaufen. Wenn man sich jedoch die Karten mal anschaut und berücksichtigt, dass diese Linie zunächst ein grober Strich in der Karte ist, wird selbst bei dieser groben Schätzung sofort klar, dass der Anteil der Variante C1.1-Straßenkilometer über Meersburg, Stetten und Immenstaad zusammen mindestens die Hälfte ausmacht.

Das also mehr als 3/4 der Straßenkilometer der Trasse über Markdorf / Ittendorf verlaufen, ist grober Unfug.

Außerdem:

  • liegen Stand Q3/2019 keine Ergebnisse zur Flächenberechnung vor
  • ist die endgültige Lage der Linie C1.1 überhaupt noch nicht definiert

Berücksichtigt man für die grobe Linie C1.1 den Kartenmaßstab, ergeben sich etwa folgende Straßenkilometeranteile pro Gemeinde:

 

Meersburg:

ca. 2,07km
  Stetten: ca. 1,85km
  Markdorf / Ittendorf: ca. 4,55km
  Immenstaad: ca. 1,80km

 

D.h., der Straßenanteil auf Markdorfer / Ittendorfer Gemarkung liegt bei nur etwa 4,55km bei einer Gesamtlänge der Variante C1.1 von etwa 10,27km. Damit beträgt der prozentuale Anteil für Markdorf / Ittendorf nur etwa 45%.

 

Die eigentliche Belastung einer Gemeinde wird erst sichtbar, wenn der Flächenaufwand der Straße gegen die Gemarkungsfläche in Beziehung gesetzt wird.

Für diese vorläufige Betrachtung daher das Straßenkilometer/Gemarkungsfläche-Verhältnis interessant. Hier ergeben sich dann in etwa folgende Anteile:

 

Meersburg:

0,17
  Stetten: 0,43
  Markdorf / Ittendorf: 0,11
  Immenstaad: 0,19

 

D.h., bezogen auf die Gemarkungsfläche wird Stetten den höchsten Flächenanteil für die Variante B31neu C1.1 einbringen müssen.

Sehr ähnliche Verhältnisse werden sich auch für die anderen Varianten: A, B und A/B ergeben. Details folgen.

 

Wenn daher jemand eine gerechte Lastenverteilung fordern darf, dann sind es die Stettener!

Erinnerung

ein Erinnerungsfoto: Stetten Sommer 2019 - ohne eine Südtrasse für die B31neu

 

 

und so siehts Richtung Hagnau aus

 

Tiefensondierungen und Probebohrungen

Um Stetten herum finden derzeit Tiefensondierungen und Probebohrungen statt, um die geologische Bodenbeschaffenheit für die Baumaßnahmen zu prüfen. Die Bohrtiefe für das zu untersuchende Material beträgt zwischen 15 - 35m.

Ein Blick in die Container zeigte, dass südlich von Stetten der Boden sehr lehmig aussah. Warten wir die geologischen Ergebnisse ab.

 

Petition Ja/Nein

Macht eine Petition Sinn, um möglicherweise bereits im Vorfeld einen Korridor auszuschließen oder die Ausbauqualität zu beeinflussen?

Nein, dafür gibt es einige gute Beispiele:

Petition 66741: Streichung des vierstreifigen Ausbaus der B 12 zwischen Buchloe und Kempten aus dem BVWP 2030 vom 15.07.2016     abgelehnt (Begründung)
Petition 67974: Kein Bau der Südvariante der Bundesstraße 29 über den Naturraum Härtsfeld vom 11.10.2016     abgelehnt (Begründung)
Petition 65191: Aufnahme des vierstreifigen Ausbaus der B 12 zwischen AS Jengen und Kempten in den vordringlichen Bedarf des BVWP 2030 vom 17.04.2016    

Anliegen teilweise bereits umgesetzt

(Begründung)

   

Umgekehrt geben jedoch die Begründungen Hoffnung, dass die Planung streng nach Planungsprozess und Vorgaben abläuft und Störfeuer hinsichtlich der Ausbauqualität verpufft.

"Mobilitätswende statt Autobahn"

Liebe Befürworter des Ausbaus.

natürlich wünschen wir Stettener uns auch eine Mobilitätswende. Nur bedenken sie liebe Ausbaufreunde: niemand garantiert ihnen diese Transformation im Verkehr und eine Aussage zu einem Zeithorizont gibt es auch nicht.

Fest steht: Der heutige bestehende Verkehr (das zeigen uns die Verkehrsuntersuchungen) ist bereits zu viel und wir Stettener haben den Lärm und Dreck schlichtweg satt.

Was sagen sie uns in Stetten denn, wenn die B31 nur geringfügig modifiziert wird (nur partielle 3-Spurigkeit) und die Mobilitätswende ausbleibt: "Entschuldigung liebe Stettener, war diesmal nichts. Beim nächsten Mal klappts bestimmt. Bis dahin ist es ja auch nicht weiter schlimm."

Es tut mir leid, aber zig-tausende LKW in 24h durch Stetten haben für uns überhaupt keinen Unterhaltungswert.

"Wald statt Asphalt"

Man könnte unterstellen, dass die Befürworter eines Ausbaus meinen, die Nordvarianten würde große Waldflächen auf fremder Gemarkung zerstören.

Beim genaueren Hinsehen stellt man jedoch fest, dass die von uns favorisierte Trasse C1.1 den Weingartenwald auf fremder Gemarkung nur tangiert und sehr geringe bis keine Waldflächen benötigt.

Schauen wir aber mal nach Stetten, wird man merken, dass Stetten auch für die Trasse C1.1 viel Fläche opfern muss - genauso wie für die A-Variante, die B-Varianten, die A/B-Variante und auch für die C-Varianten. Wenn also hier vom Opfer von Waldflächen gesprochen werden kann, dann in Stetten - aber sicher nicht in den nördlichen Gemeinden.

"Erholen statt Überholen"

Nun ja, erholen würden wir uns auch in Stetten sehr gerne. Und glauben sie, werte Freunde der Ausbaulösung: Das rücksichtslose Brettern auf der B31 und auch auf dem Gemeindeverbindungsweg findet heute schon statt und nicht erst, wenn es eine vernünftig leistungsfähige Straße als Nordumfahrung für Stetten gibt.

Wo bleiben denn die Erholungsflächen für uns in Stetten, wenn für eine südliche Trassenführung das Landschaftsschutzgebiet geopfert wird?

teamB31 bekommt Verstärkung

Wir im teamB31 haben aktive Verstärkung und Unterstützung aus Stetten bekommen. Darüber sind wir sehr dankbar und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Die erste Gelegenheit ergibt sich für die Veranstaltung in Hagnau.

teamB31 ist nun (alphabetisch):

  • Matthias Croon
  • Werner Kessler
  • Heiko Mantzsch
  • Gerhard Reichert
  • Reinhold Schamm
  • Torsten Wenz