B31 7.5+ Argumente

Informationen, Beiträge, Dokumentation und Links rund um die B31/B33

Stetten am Bodensee

Variante 7.5: Argumente; wichtige Aspekte; Vor- und Nachteile

 

Argumente für die B31neu 7.5 plus

  1. Das heutige aktuelle Verkehrsaufkommen begründet bereits jetzt die Ausbauqualität auf mindestens RQ20 und größer (2-bahnig / 4-streifig).

  2. Die Verkehrsprognosen zeigen mehr als 10% Verkehrswachstum im Individualverkehr auf der Straße bis 2030.

  3. Die Transportleistung auf der Straße wächst etwa 4x stärker als der Individualverkehr.

  4. Aufgrund von 2) und 3) muss für die Ausbauqualität für die prognostizierte Verkehrslast 2030 entsprechend den Richtlinien für die Anlage von Landstraßen von 2013 ein Querschnitt RQ26 vorgesehen werden.

  5. Eine Trasse auf der Linie 7.5 steigert weiter die touristische Attraktivität der Bodenseeuferregion und die Attraktivität der Bodenseemesse und des Flughafens Friedrichshafen.

  6. Die Bodenseeregion ist eine Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Tourismuswachstumsregion. Als Faustformel rechnet man mit einer 2%igen Verkehrszunahme bei 1% Wirtschaftswachstum.

  7. Vorgeschlagene Zukunftsverkehrskonzepte, entwickelt für urbane Bereiche (Städte) und Ballungsgebiete (z.B. Ruhrgebiet) lassen sich in der Fläche und im Land niemals umsetzen.

  8. Die B31 ist eine ausgewiesene europäische Fernverkehrsstraße (E54) mit hoher Ost / West Transitwirkung.

  9. Die neue B31 7.5 bietet eine hohe Verkehrsbündelungsfunktionalität mit Anschluss an die B30.

  10. Die Ausbauqualität RQ26 reduziert im starken Maß die Interaktion der Verkehrsteilnehmer und reduziert signifikant Stresspotential und Unfallrisiken.

  11. Die Ausbauqualität RQ26 ermöglicht eine deutlich geringere Störanfälligkeit des Verkehrsflusses bei Behinderungen (Pannen, Unfall, Reparaturen) und minimiert massiv die "Verkehrsflucht" in das nachgelagerte Straßennetz.

  12. Eine B31 7.5 führt zu deutlich höherer Attraktivität und Zuverlässigkeit des seenahen ÖPNV.

  13. Die B31 auf Linie 7.5 erhöht die Attraktivität und Sicherheit für den seenahen und regionalen Fahrradverkehr.

  14. Durch die Qualifizierung der B31 zur LS1 (Kraftfahrstraße) ist für die Linie 7.5 kein zusätzliches streckenparalleles nachgelagertes Straßennetz für ÖPNV und Verkehr unter §18 STVO fallend, notwendig.

  15. Die Variante 7.5 reduziert die notwendigen Anbindungsknoten vom nachgelagerten Straßennetz an die B31.

  16. Eine Trasse auf Linie 7.5 macht erheblich weniger Straßenbauwerksänderungen bzw. den Neubau von Straßenbauwerken erforderlich (Brücken, Unterführungen, Kanaldurchführungen etc.).

  17. In der Gesamtkostenbilanz wird die Variante 7.5 gegenüber den anderen Varianten die preiswertere und günstigere Variante werden.

  18. Schadstoffemissionen (CO2, NO2; Feinstaub aus Verbrennung, Bremsen, Reifen) können durch Lärmschutzmaßnahmen nicht eingedämmt werden.

  19. Linie 7.5 lässt sich einfacher und harmonischer in die Landschaft integrieren, erfordert weniger Lärmschutzmaßnahmen und reduziert signifikant die Schadstoffemissionen durch fließenden Verkehr.

  20. Die restlichen Schadstoffemissionen lösen sich außerhalb bebauter Fläche auf der Linie 7.5 schneller auf und wirken in der Raumschaft weit weniger gefährdend auf die Menschen und die Tierwelt der Region.

  21. Die Linie 7.5 hat eine weitaus geringere Zerschneidungswirkung der im Planungsgebiet liegenden Seegemeinden und der Landschaft.

  22. Die Linie 7.5 ermöglicht den Rückbau des Stettener Knotens B31/B33 mit der Ersatzlösung eines flächenschonenden Kreisverkehrs. Dies ist auch als Flächenausgleichsmaßnahme vorgeschlagen.

  23. Weitere Ortsumfahrungen werden durch die Bündelungsfunktionalität im Umland nicht benötigt, da die neue Trasse 7.5 sowohl seenahen Verkehr als auch Verkehr im Umland anziehen wird.

  24. Landschafts- und Tierschutzgebiete sowie Kulturdenkmäler sind durch die Linie 7.5 nicht gefährdet.

  25. Eine etwa 10-jährige Bauphase der Linie 7.5 wird als Baustellenbelastung und Baustellenverkehr im täglichen Verkehr und im Tourismus nicht spürbar sein (siehe Ausbauteil FHN-Immenstaad).

  26. Die Linie 7.5 führt nicht zu komplexen Störungen im Grundwassersystem und auch nicht zu Störungen für klimatische bedeutende Luftströmungen durch Tieferlegung, Tunnel und sehr hohe Lärmschutzmaßnahmen in der Bodenseeufernähe (derartige Störungen beeinflussen massiv die seenahe Landwirtschaft und den Erholungsfaktor der Anwohnerschaft).

  27. Im Verlauf der Linie 7.5 leben nahezu keine Menschen so dicht an der B31 (wenige Meter Abstand) wie es bei der jetzigen B31 (und auch im Ausbaufall 0.1) der Fall ist.

wichtige Fragen im Planungsprozess

Der Planungsprozess zu einem Verkehrsinfrastrukturprojekt wie dieses ist außerordentlich komplex in den zu untersuchenden Aspekten. Der "Ottonormalverbraucher" ist nicht in der Lage, diesen Prozess voll umfänglich zu erfassen und die Aspekte ausreichend zu beurteilen und zu wichten. Als Laien (und dazu zählen auch die Mitglieder in den Initiativen und Vereinen, sowie auch die Mitglieder verschiedener Verbände) können wir als teamB31 natürlich nur Argumente berücksichtigen, die uns wichtig erscheinen.

Einen hohen Stellenwert sollten folgende Fragestellungen und Argumente im Planungsprozess haben:

  1. Wie hoch ist Anzahl der Bürgerinnen und Bürger, die unmittelbare Anrainer der B31 sind bzw. sein werden.

  2. Die Ausbauqualität muss auf Basis der bekannten Verkehrsprognosen zukünftig und nachhaltig die Verkehrslast aufnehmen können.

  3. Die rechtlich notwendigen baulichen Lärmschutzmaßnahmen dürfen in der Bodenseeuferregion nicht zu grenzähnlichen Zerschneidungen von Gemeinden und Landschaft führen.

  4. Der Verlauf einer Bundesstraße mit dieser enormen Verkehrslast durch Wohnbebauung hindurch bzw. nah an Wohnbebauung entlang muss aufhören.

  5. Die touristische Wirtschaftsleistung in den Seegemeinden darf nicht dauerhaft abgewürgt werden (wäre der Fall im 0.1 Ausbau).

  6. Die unternehmerische Wirtschaftsleistung in der Region darf durch eine ungenügende Verkehrsinfrastruktur nicht dauerhaft beeinträchtigt werden, wenn die notwendige Ausbauqualität (RQ26) nicht umgesetzt wird.

  7. Der Weinbau, welcher klimatisch nicht überall möglich ist, darf nicht in signifikanter Größe reduziert werden.

  8. Bereits ausgewiesene Landschafts-, Tierschutzgebiete und Kulturdenkmäler sollen nicht weiter und noch stärker belastet werden. Die neue Trasse sollte nach Möglichkeit diese Gebiete nur wenig tangieren.

  9. Betroffene (Bewohner, Landwirte) müssen angemessen entschädigt / ausgeglichen werden.

  10. Zur Konfliktminimierung für zukünftig anders Betroffene muss die Trasse 7.5 harmonisch in die Landschaft integriert werden und sie muss modernste Lärmschutzmaßnahmen im ausreichenden Umfang enthalten.

  11. Rückbau, Renaturierung und Ausgleichsflächen dürfen in der Region nicht nur diskutiert und geplant werden, sondern müssen auch zeitnah umgesetzt werden.

Vorteile der Variante B31neu 7.5plus

  • Flexibilität für regionale Anpassungen in Stetten im Bereich der Linie 7.5

  • Möglichkeit zur Berücksichtigung guter und sinnvoller Vorschläge aller Verbände und Initiativen für spezifische Anpassungen der Linienvariante 7.5

  • Die Anzahl der unmittelbar an einer B31neu lebenden Anrainer kann durch den Trassenverlauf soweit als möglich reduziert werden.

  • Die Trasse wird wenige Anbindungsknoten des nachgelagerten Straßennetzes erforderlich machen.

  • Die Trasse wird nicht zu weiterem Straßenneubau aufgrund der Einschränkungen durch die Einstufung LS1 / Kraftfahrstraße führen.

  • Die Trasse macht keine weiteren Ortsumfahrungen erforderlich, weil die Verkehrsbündelung auf dieser Linie effizient funktioniert.

  • Die Ausbauqualität wird die Verkehrslast dauerhaft und nachhaltig aufnehmen können (RQ26). Nur so wird die Bündelungsfunktionalität erst effizient.

  • Durch die nördliche und seefernere Lage der Linie 7.5plus wird eine effiziente Ost/West und Nord/Süd Bündelungsfunktionalität erst ermöglicht.

  • Die neue Trasse wird Verkehr aus dem nachgelagerten Straßennetz abziehen können.

  • Die neue Trasse kann planerisch so gestaltet sein, dass vorkommende Behinderungen nicht zur Verkehrsflucht ins nachgelagerte Straßennetz führen und Ausweichverkehre damit vermieden werden.

  • Die Baustellenauswirkung auf das öffentliche Leben, den Tourismus, auf die Wirtschaft und auf den Verkehrsfluss wird in der Bauphase nicht zu langwierigen Einschränkungen und wirtschaftlichen Risiken führen.

  • Die gesetzlich erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen können sich funktional, optisch, umwelt- und landschaftsverträglich gut in die Landschaft integrieren.

  • Diese Lärmschutzmaßnahmen (große und architektonisch passende Lärmschutzwände, offenporige Asphaltdecklagen, Straßenüberdeckung / Einhausungen wo immer möglich) werden größtmöglich wirksam sein.

  • Der ÖPNV wird durch die neue Trasse seine Attraktivität und Pünktlichkeit steigern können.

  • Der regionale Fahrradverkehr wird keine Schnittpunkte mit der B31 mehr haben, welche zur gefährlichen Fahrbahnquerung führen und wird nicht parallel verlaufen müssen (Schadstoffemissionen).

  • Die baulichen Lärmschutzmaßnahmen werden nicht zu grenzähnlichen Zerschneidungen von Gemeinden und Landschaft führen.

  • Ausgewiesene Landschafts-, Tierschutzgebiete und Kulturdenkmäler bleiben geschützt.

  • Die neue Trasse wird das Tourismuswachstum und die Wirtschaftsleistung in der Bodenseeregion weiter fördern.

  • Die neue Trasse ermöglicht den Rückbau des Stettener Knotens B31/B33 und die Entlastung der Ortsdurchfahrt in Stetten.

  • Die Trassenführung kann so geplant werden, dass Privatbesitz möglichst geringfügig tangiert wird. Für andere Fälle werden Kompensationsmaßnahmen den Grundstückseignern helfen.

Nachteile einer Neubauvariante

  • Straßenneubau auf bisher unbebauter Fläche

  • Reduktion von neuer landwirtschaftlicher Nutzfläche im Baugebiet

  • neue Betroffenheit in Bereichen, die vom Verkehr unberührt sind